Foto: Livingwebs 2007


Bericht: Montag, 28. September 2009


.

Bauplätze sind Mangelware
Immobilia stand auch im Zeichen der Gebäudesanierung

Gerade in Krisenzeiten sollten die Menschen ihr Geld wieder mehr in Immobilien als in Wertpapiere investieren. Das zumindest sehen die Anbieter auf der „Immobilia“ so, die am Wochenende im Konzerthaus stattfand.

„Wir sind weniger geworden, aber die großen sind noch dabei“, sagte der Organisator der 12. Heidenheimer Immobilienmesse, Ulrich Grath, bei der Eröffnung am Samstagmorgen. Die Rahmenbedingungen für den Kauf von Immobilien seien selten so gut gewesen wie in dieser Zeit. Dies rühre einerseits vom niedrigen Zinsniveau, andererseits von der stark gestiegenen Attraktivität der Stadt her. Grath kündigte außerdem an, dass die nächste „Immobilia“ nicht mehr im Konzerthaus, sonder im Congress Centrum auf dem Schlossberg stattfinden wird.
Dass sich Heidenheim in den vergangenen zehn Jahren unwahrscheinlich verändert habe, sagte OB Bernhard Ilg in seiner Eröffnungsansprache. Zur Qualität einer Stadt gehöre aber auch, dass sich die Menschen in ihren eigenen vier Wänden wohlfühlten. Mit den privaten Investitionen verhalte es sich ähnlich wie mit den öffentlichen: „Wenn man Geld hat, muss man investieren, um auch die eigene Infrastruktur zu verbessern“, sagt Ilg und sprach dabei vor allen Dingen die Möglichkeiten bei der Sanierung von Wohneigentum an. „Mehr als die Hälfte der Substanz bei den privaten Immobilien ist Lichtjahre von den heutigen ökologischen Möglichkeiten entfernt.“ Angesichts zahlreicher Fördermöglichkeiten rief der OB Immobilienbesitzer dazu auf, jetzt Geld in die Hand zu nehmen und damit nicht nur den Wert der eigenen Immobilie zu steigern, sondern zugleich etwas für den Umweltschutz zu tun.
Gleichwohl sagte Ilg, dass es in Heidenheim nach wie vor das Problem zu weniger Bauplätze gibt. „Zu diesem Defizit muss ich mich als Oberbürgermeister bekennen.“
Landrat Hermann Mader sprach ebenfalls die oft dringend notwendige Sanierung von Wohneigentum an. „Wir brauchen hier gute Strategien, um die Wohnqualität zu verbessern“. Nur wenn die Versorgung von Familien mit ausreichend Wohnraum garantiert sei, könne man etwas gegen den drastischen Bevölkerungsrückgang in Stadt und Kreis Heidenheim unternehmen.
Die Investition in Immobilien, sagte Mader, sei allemal besser als die in „Wertpapiere, die sich dann später als Unwertpapiere herausstellen.“